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Tipps zur Verabreichung von Tabletten beim Hund

Selbst verfressene Hund weigern sich oft hartnäckig, eine Tablette zu schlucken. Ist ja auch klar, schmeckt nicht wirklich… Aber die Tablette muss trotzdem in den Hund. Wie nur? Ein Trost vorab: es ist im Allgemeinen sehr viel einfacher als bei einer Katze! Es gibt verschiedene Tricks, die es einfach auszuprobieren gilt.

Trick 1: Wursträdchen

Der wahrscheinlich einfachste und weit verbreitetste Trick: Man nehme ein Wursträdchen oder allenfalls ein Stück Käse, wickle die Tablette dort ein und gebe es dem Hund. Dies funktioniert meist einwandfrei. Bei etwas zögerlicheren Vierbeinern gibt man mehrere kleine Stücke in schneller Folge, so schluckt er schnell und merkt gar nicht, dass eines der Würstchen präpariert war…

Trick 2: Streichwurst

Ähnlich wie oben, nur dass man statt des Wursträdchens Streichwurst nimmt und die Tablette grosszügig damit einschmiert und sie dem Hund so verabreicht.

Trick 3: Flüssig

Einige Medikamente gibt es in flüssiger Form. Andere, wie Tabletten oder der Inhalt von Kapseln, können in Flüssigkeit aufgelöst werden (vorgängig mit dem Tierarzt abklären, ob dies beim entsprechenden Medikament möglich ist). Diese kann man dem Hund dann mittels Pipette oder Spritze direkt ins Maul verabreichen. Da viele Hunde die Prozedur nach ein paar Wiederholungen kennen und sich, wenn man mit der Pipette ankommt, aus dem Staub machen, hilft es, wenn man ihm vor- und nachher ebenfalls feine Leckerchen gibt.

Trick 4: Pulver

Eine weitere Möglichkeit ist die Verabreichung in Pulverform. Entweder gibt es das Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel bereits als Pulver oder, sofern als Kapsel vorhanden, öffnet man die Kapsel und nimmt das Pulver heraus. Tabletten können mit dem Mörser zerkleinert werden. Dann wie oben verfahren: Das Pulver mit Streichwurst vermischen oder in ein Wursträdchen geben und dem Hund verabreichen. Evtl. kann man es aber auch einfach über das Futter geben, ohne dass es vom Vierbeiner verweigert wird. Wie immer: vorgängig den Tierarzt fragen, ob die Verabreichung der Tabletten oder Kapseln als Pulver für das entsprechende Medikament in Ordnung ist.

Trick 5: Maul auf!

Es gibt aber auch Hunde, v.a. die nicht so gierigen Fresser, die das Medikament partout verweigern, egal in welcher Form man es ihnen verabreichen will. Solche, die es fertigbringen, das feine Würstchen hinunterzuschlucken und die darin versteckte Tablette auszuspucken. Anstatt einen Eiertanz um die Verabreichung der Tablette zu veranstalten, kann es dann oft einfacher und stressfreier sein, wenn man sanften, aber bestimmten Druck ausübt: Der Hund muss sitzen, man öffnet ihm ohne grossen Kommentar das Maul, legt die Tablette oder Kapsel ganz hinten auf seine Zunge und hält das Maul danach sanft zu. Dann massiert man seinen Hals und hält den Kopf leicht nach oben. So wird der Schluckreflex ausgelöst und die Tablette verschwindet schlussendlich im Hund. Unmittelbar danach kann man ihm z.B. ein Leckerchen geben, das er mit Medikament nicht annehmen wollte, aber unpräpariert mag er es gerne. Oder man beginnt unmittelbar danach ein kleines Spiel. Irgendetwas, das er mag, sodass die Tabletten-Verabreichungszeremonie Ankündigung für etwas Positives wird.

Trick 6: Schmackhafte Tabletten (Kautabletten)

Es gibt auch Tabletten, die mit für die meisten Hunde leckeren und natürlichen Geschmacksstoffen hergestellt werden. GlaxtoCane® Kautabletten beispielsweise wird von fast allen Hunden freiwillig bis gierig aufgenommen.

Am besten probiert man aus, was bei seinem Hund am besten funktioniert. Wichtig ist es, dass man dabei nicht grob, aber doch bestimmt mit ihm umgeht, sodass die Tabletten-Verabreichung für unseren vierbeinigen Freund (und Frauchen oder Herrchen) nicht zu einem Stresspunkt des Tages sondern zu einem erfreulichen Ereignis wird!