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Schmerzmittel bei Hunden

Wie erkennt man, dass der Hund unter Schmerzen leidet? Wie sinnvoll ist der Einsatz von Schmerzmitteln? Und worauf gilt es zu achten?

Genauso unterschiedlich wie beim Menschen sind auch die Gründe für Schmerzen beim Hund: Verletzungen durch Herumtollen, ein empfindlicher Verdauungsapparat und daher Bauchschmerzen, Alter und daher Gelenkschmerzen oder, wer weiss, vielleicht gibt es auch wetterfühlige Hunde, die Kopfschmerzen haben.

Genauso wie beim Menschen, sollten wir auch versuchen, die Schmerzen bei unserem vierbeinigen Freund so gut wie möglich zu lindern. Das geschieht durch Verabreichung von Schmerzmitteln. Dabei gilt es Folgendes zu beachten:

Schmerzen beim Hund erkennen!

Leider ist es wesentlich schwieriger, Schmerzen bei einem Tier zu erkennen als bei einem Menschen! Denn es gehört zum natürlichen Schutzmechanismus eines Tieres, Schmerzen nicht zu zeigen, um nicht schwach zu wirken und so leichtes Opfer von Beutegreifern oder Konkurrenten zu werden. Dazu kommt: es kann nicht reden! Es kann uns nicht sagen, dass es Schmerzen hat! Daher hängt die Schmerzerkennung beim Tier von der Beobachtungsgabe von uns Menschen ab: Je besser wir unsere vierbeinigen Freunde kennen, desto eher fällt uns auf, wenn etwas nicht stimmt.

Akute Schmerzen sind relativ leicht zu erkennen: Der Hund humpelt, winselt bei gewissen Bewegungen oder reagiert abweisend auf normale Berührungen. Schwieriger wird es mit chronischen Schmerzen. Hier entwickeln sich die Symptome nur schleichend über einen längeren Zeitraum hinweg. Dies können Verhaltensveränderungen sein, ein steifer Gang, Veränderungen des Putzverhaltens, Lecken bestimmter Stellen etc. Oft werden diese lediglich dem zunehmenden Alter des Hundes zugeschrieben – was eigentlich richtig ist: Der Hund wird älter, die Gelenke sind abgenutzt, es können sich Schmerzen entwickeln. Aber: Das darf nicht einfach hingenommen werden! Es gibt vielerlei Möglichkeiten, seinem geliebten Vierbeiner das Leben zu erleichtern!

Was tun wenn der Hund Schmerzen hat?

Wichtig: Dem Hund dürfen keinesfalls einfach irgendwelche Schmerzmittel verabreicht werden! Bei Verdacht auf Schmerzen ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich! Es gilt festzustellen, welcher Art und v.a. welcher Ursache die Schmerzen sind. Wenn man zum Schluss kommt, dass die Verabreichung von Schmerzmitteln unumgänglich ist, kann er auch da beraten. Das richtige Medikament in der korrekten Dosierung für die jeweilige Situation kennt nur der Tierarzt.

Ebenfalls ganz wichtig: Dem Hund dürfen keinesfalls für den Menschen bestimmte Schmerzmittel gegeben werden! Viele für den Menschen gut verträgliche Schmerzmittel wie z. B. Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin (Acetylsalicylsäure) sind für unsere Vierbeiner schlichtweg giftig! Dem Hund dürfen ausschliesslich für Hunde vorgesehene Schmerzmittel verabreicht werden!

Wann sind Schmerzmittel für Hunde sinnvoll?

Die Gabe von Schmerzmitteln macht Sinn sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen. Jedoch unterscheiden sich die Art des Schmerzmittels als auch die Dosierung je nachdem ob es gilt, Schmerzen nach einer Operation oder Verletzung zu stillen oder ob chronische Schmerzen gestillt werden müssen.

Einfacher ist die Behandlung von akuten Schmerzen, da die Schmerzmittel nur vorübergehend verabreicht werden müssen.

Schwieriger wird die Sache bei chronischen Schmerzen. Das Problem ist dann, dass bei chronischen Schmerzen eine Langzeitanwendung notwendig ist. Bei einer Verabreichung von Schmerzmitteln über einen längeren Zeitraum belasten die Medikamente aber häufig wichtige Organe wie Magen, Leber, Nieren und Herz. Naturgemäss leiden häufig gerade ältere Hunde an chronischen Schmerzen. Doch genau diese älteren Hunde haben, ebenfalls naturgemäss, oft schon vorbelastete oder geschädigte Organe. Hier gilt es, zusammen mit seinem Tierarzt, ein für Langzeitanwendungen geeignetes Schmerzmittel zu finden.

Wie kann man seinen Vierbeiner sonst noch unterstützen?

Nicht nur beim Menschen sondern auch bei den Tieren kommt immer häufiger die alternative Medizin zum Einsatz. Sie kann den Körper auf natürliche Art und Weise bei der Selbstheilung unterstützen. Bei vielen Krankheiten und Schmerzen kann durch die Gabe von Homöopathie, Heilkräutern oder Nahrungsergänzungsmitteln eine deutliche Verbesserung erreicht werden.

Leidet unser Hund z.B. unter Gelenkbeschwerden wie Hüftgelenkdysplasie oder Arthrose, ist die Gabe von Schmerzmitteln bei leichteren Symptomen oft (noch) nicht nötig. Die Funktionalität und Beweglichkeit der Gelenke kann dann oft mit der Gabe von geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden. Dem Körper werden dabei jene Nährstoffe zugeführt die die Ernährung und Stärkung der Gelenke fördern.